Florian Janik im Dialog zur Verkehrssituation in Häusling

Blick in den Saal

Florian Janik (Mitte) und Christian Korda (rechts)

Wieder ein volles Haus gab es bei der zweiten Dialogveranstaltung von SPD-Oberbürgermeister-Kandidat Florian Janik: Über 50 Bürgerinnen und Bürger konnte er in Häusling begrüßen, um über die Verkehrssituation in dem Stadtteil zu diskutieren. Häusling ist durch den Bau des Adenauer-Rings und die Tank-und Rastanalge Herzogenaurach schon heute stark belastet. Auch ist die Ortsdurchfahrt schon jetzt als „Schleichweg“ zwischen Herzogenaurach und Erlangen stark frequentiert. Durch die geplante Verbreiterung des „Haundorfer Löchlas“ im Zuge des Ausbaus der A3 wird eine weitere Verkehrszunahme erwartet.

Florian Janik erläuterte wie der städtische Verkehrsplaner Christian Korda zu Beginn der Veranstaltung, dass die Stadt die Verbreiterung des „Löchlas“ nicht habe verhindern können. Zuständig für den Ausbau sei die Autobahndirektion, die auf der Einhaltung der vorgeschriebenen Straßenbreite für eine Kreisstraße bestehe. Daher könne es nun nur darum gehen, die Ortsdurchfahrt von Häusling für Durchgangsverkehr möglichst unattraktiv zu gestalten und die Geschwindigkeit der durchfahrenden Fahrzeuge zu verringern.

Anwohner machten die für sie schwierige Situation deutlich: Morgens sei es kaum noch möglich, die eigenen Grundstücke zu verlassen, da der Verkehr sehr dicht sei. Hinzu käme, dass viele Radfahrer von der stark befahrenen Straße auf die Gehwege auswichen, wodurch ein zusätzliches Unfallrisiko entstünde. Befürchtet wurde außerdem, dass der Verkehr in nächster Zeit weiter zunehmen werde, wenn auf dem Adidas-Gelände im Herzogenauracher Norden ein neues Parkhaus eröffnet werde, dass über den eigentlich vorgesehenen Weg – den Hans-Ort-Ring – schwerer zu erreichen sei als über Häusling und Haundorf.

Zur Lösung des Verkehrsproblems wurde eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. Christian Korda erläuterte, dass die Stadt „Querungshilfen“ zur Verengung der Straße an beiden Ortsausgängen plane, deren Umsetzung aber noch dauere: Im Westen seien noch Grundstückskäufe nötig, im Osten wolle man abwarten, wie die genaue Verkehrsführung nach dem vollständigen Bau des Adenauerrings aussehe. Im Ort schlage man vor, auf der Straße Parkplätze zu markieren, um den Verkehr zu verlangsamen. Radstreifen könne man nicht abmarkieren, da die Straße dafür zu eng sei.

Für die kurzfristige Verkehrsberuhigung wurde vorgeschlagen, an den Ortsausfahrten bis zur Umsetzung der Querungshilfen die Straße durch eine „Einschnürung“ mit Betonbarrieren zu verengen. Außerdem solle die Verkehrsüberwachung intensiviert werden, mehrere Anwohner boten dafür an, dass sich die Verkehrsüberwachung auf ihrem Grundstück aufstellen könne. Florian Janik sagte zu, diese Vorschläge in den Stadtrat einzubringen und auf eine schnelle Umsetzung zu dringen. Außerdem solle die Stadt das Gespräch mit Herzogenaurach suchen, damit im ebenfalls betroffenen Haundorf ähnliche Lösungen umgesetzt würden; dann sei es besser möglich, den Durchgangsverkehr zu vermeiden.

SPD-Stadtratsfraktion bringt Ergebnisse in den Stadtrat ein

Kurz nach der Veranstaltung in Häusling hat die SPD-Stadtratsfraktion auf Initiative von Florian Janik die Ergebnisse in einem Antrag in den Erlanger Stadtrat eingebracht.