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Treffen des Distrikt West am Mittwoch, den 21.01.26

Zu unserer letzten Distriktsitzung vor der Kommunalwahl hatten wir Dr. Andreas Richter, den umweltpolitischen Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, eingeladen. Er gab einen Rückblick auf die letzten sechs Jahre: Als 1. bayrische Stadt rief Erlangen im Mai 2019 den Klimanotstand aus und beschloss nachfolgend 41 Maßnahmen, die in einem Bürgerrat erarbeitet worden waren. Von diesen wurden schwerpunktmäßig 14 bearbeitet, so z.B. die serielle Sanierung von Gebäuden durch die GEWOBAU oder die kommunale Wärmeplanung, die in einem online-Vortrag am 2.2.26 der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Weitere Maßnahmen im Klimafahrplan sind:

– Festlegung von CO2-Budgets für städtische Gebäude

– solare Baupflicht

– Ausweitung der Energieberatung: gehen auch zu Stadtteilbeiratssitzungen

– Errichtung von Freiflächenphotovoltaikanlagen in Unterfranken: Beteiligung über ESTW

– Windpark in Hüttendorf

– Naturschutz und Grün in der Stadt: Pestizidverbot auf städtischen Grünflächen

– Herausnahme des südlichen Teils der Wöhrmühlinsel aus der Bewirtschaftung, Ziel der Renaturierung

– Verbot von Schottergärten: wurde von der Staatsregierung wieder aufgehoben!

– Ausweitung des Naturwaldreservats in der Brucker Lache

– Erlangen als Bio-Modellstadt: wichtig bei Ausschreibungen von Kantinen für öffentliche Einrichtungen

– Leitlinien für nachhaltige Beschaffung

– Recyclingbaustoffe im Einsatz

– Fuhrparkumstellung auf Elektrofahrzeuge

Auch wenn das 1,5°-Ziel weltweit gekappt ist, muss auf lokaler Ebene alles getan werden, um die Erderwärmung zu begrenzen. Dazu muss auch Gas ersetzt werden durch regenerativ erzeugten Strom: möglich kann dies werden durch Einsatz von Großwärmepumpen an der Thalermühle und der Nutzung von Abwärme des geplanten Hochleistungsrechenzentrums der Uni. Bis 2040 soll die technische Umstellung auf regenerative Stromerzeugung bewerkstelligt sein.

Aus den Reihen der Distriktsmitglieder wird die Verpackungssteuer nach Tübinger Modell angesprochen, die die Fraktion auch für Erlangen beantragt hatte. Dieser wurde in der Zwischenzeit durch Landtagsbeschluss ein Riegel vorgeschoben. Die Entsorgung von Elektroschrott hat sich durch den Betrieb der Abgabestation an der Müllumlade zwar verbessert, doch braucht es mehr Platz. Laut Aussage von Andreas Richter werde ein neues Gelände für den Recyclinghof gesucht. Bei der Beseitigung von Sperrmüll wäre eine bessere Kooperation mit dem Sozialkaufhaus angesagt, damit vorsondiert wird, welche Teile noch brauchbar sind.

Zum Ende der Sitzung gibt Philipp Dees, unser Fraktionsvorsitzender, bekannt, dass es aller Voraussicht nach eine Mehrheit für die Verabschiedung des städtischen Haushalts gebe. Mit einem Hinweis auf die vor uns liegenden Wahlkampfaktivitäten schließt die Sitzung.