SPD-Fraktion für soziokulturelles Stadtteilzentrum Büchenbach-West

Die Entwicklung des Stadtteilzentrums Büchenbach-West mit Nahversorgungs- und soziokulturellem Zentrum wird mit einem zweiten Bauabschnitt fortgeführt. So soll für die von den Bürgerinnen und Bürgern dringend geforderte weitere Schaffung von Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten in Kürze eine Ausschreibung für Investoren erfolgen, welche diese nötigen Dienstleistungseinrichtungen in Eigenregie errichten sollen.

Ein soziokulturelles Zentrum ist erst für einen zweiten Bauabschnitt geplant. Vorbehaltsflächen sind vorgesehen, auf denen eine Stadtteilbücherei, ein multifunktionales Foyer und außerdem Räume für das dezentrale Angebot von VHS, Jugendkunstschule und anderen Anbietern aus dem Kultur- und Bildungsbereich realisiert werden sollen. Die soziokulturelle Infrastruktur erst zu einem späteren, bisher nicht konkretisierten Zeitpunkt zu realisieren, ist für den Siedlungsschwerpunkt Büchenbach inakzeptabel. Handel und soziokulturelle Infrastruktur müssen im Sinne einer integrativen Stadtplanung gleichzeitig und gleichrangig entwickelt werden.

Büchenbach als Stadtteil mit mehr als 18.000 Menschen braucht ein Zentrum, das alle Funktionen, d.h. Handel, Dienstleistungen und kommunale Infrastruktur, umfasst. Gerade die dort lebenden Familien mit ihren Kindern und alte Menschen sind auf kurze Wege angewiesen.

Eine familienfreundliche Stadt muss sich auch an solchen gemeinschafts- und integrationsfördernden Einrichtungen wie diesem Stadtteilzentrum messen lassen.

Bedauerlicherweise wird damit erneut die Entwicklung eines Stadtteilzentrums, eines zentralen Teils der Infrastruktur, Investoreninteressen überlassen; ebenso wie vor Kurzem im Rötelheimpark und in den 90er Jahren bei Konzeption und Bau des Einkaufszentrums und des Jugendhauses in Büchenbach-West.

Die SPD-Fraktion beantragte daher:

  1. Die Ausschreibung und Errichtung erfolgt für den Gesamtkomplex des künftigen Zentrums. Damit soll nicht nur eine architektonisch und städtebaulich überzeugende Gesamtlösung gefunden, sondern auch eine gleichzeitige Realisierung von Nahversorgung (Handel und Dienstleistung) und kommunaler Infrastruktur wie oben beschrieben sicher gestellt werden.
  2. Die Durchführung eines Architektenwettbewerbs in städtischer Regie ist zu überprüfen. Die notwendigen Haushaltsmittel für die Vorbereitung und Durchführung der Gesamtmaßnahme sind im Haushalt 2007 zur Verfügung zu stellen bzw. für den Haushalt 2008 ff einzuplanen.
  3. Bei der kommunalen Infrastruktur wird neben den für die oben beschriebenen Angebote bzw. Funktionen des soziokulturellen Zentrums die Einbeziehung eines Stadtteilbüros des Bürgeramtes für den Erlanger Westen geprüft.
  4. Die Bürgerinnen und Bürger in Büchenbach als künftige Nutzerinnen und Nutzer des Zentrums müssen in die Detailgestaltung einbezogen werden. Eine qualifizierte Bürgerbeteiligung ist rechtzeitig durchzuführen.
  5. Der Antrag soll im UVPA, KFA, JHA und HFPA behandelt werden.