Florian Janik im Dialog zur Nachverdichtung in Büchenbach-Nord

Florian Janik (vorne stehend) erläutert seine Position zur Nachverdichtung in Büchenbach-Nord

Florian Janik (vorne stehend) erläutert seine Position zur Nachverdichtung in Büchenbach-Nord

Der Auftakt der Reihe „Ja, Dialog für Erlangen“ kam gut an. Im fast überfüllten Saal beim „Güthlein“ diskutierte SPD-Oberbürgermeister-Kandidat Dr. Florian Janik mit Anwohnern und Planern zur Frage „Verdichtung und energetische Sanierung in Büchenbach-Nord“. Dabei stellte Janik gleich zu Beginn klar: „Eine Bebauung des ‚Wäldchens‘ am Würzburger Ring oder des Steinforstgrabens wird es mit mir nicht geben!“ Eine solche Bebauung war in einer Studie für das Gebiet vorgeschlagen worden.

Janik machte aber auch deutlich: „Angesichts der Wohnungsnot in Erlangen wird es in den nächsten Jahren darum gehen, nachzuverdichten. Das muss aber so geschehen, dass die Wohnqualität möglichst wenig beeinträchtigt wird. Deshalb müssen entsprechende Planungen im Dialog mit den Bürgern entstehen.“ Da die Bebauung in Büchenbach-Nord bereits hoch sei, könne lediglich an kleinere Nachverdichtungsmaßnahmen, wie die Aufstockung bestehender Gebäude, gedacht werden, nicht aber an die Bebauung der bestehenden Grünflächen. Janiks Position bestätigte auch Alt-Oberbürgermeister Dr. Dietmar Hahlweg, der in den 1970er Jahren die geplante Bebauung am Würzburger Ring erheblich reduziert und das „Wäldchen“ gerettet hatte.

Annemarie Bosch vom Architekturbüro Bosch Schmidt erläuterte die Konzeptstudie, die im Auftrag der GeWoBau und der Stadtverwaltung zur energetischen Sanierung angefertigt wurde. In ihr war neben Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs auch untersucht worden, wo Nachverdichtungspotenziale in Büchenbach-Nord bestehen. Bosch wie Planungsreferent Josef Weber betonten dabei, dass es sich nur um Überlegungen handle, aber noch keine Entscheidungen getroffen seien. Ziel der Studie sei es gewesen, zunächst Potentiale für die Entwicklung des Stadtteils Büchenbach-Nord aufzuzeigen. Dabei gehe es auch darum, Verbesserungen zum Beispiel bei der Nahversorgung oder dem „Aufenthaltswert“ im Stadtteil zu erreichen.

Von den Anwohnern insbesondere des Würzburger Rings, aber auch der Odenwaldallee und des Europakanals wurde vor allem betont, dass die Gegend bereits dicht bebaut sei und daher eine massive Verdichtung zu Problemen führen werde. Auch sei die Parkplatzsituation bereits angespannt, zusätzliche Wohnungen würden aber weiteren Verkehr anziehen. Dabei wiesen Janik, Bosch und Weber darauf hin, dass sich zusätzliche Parkplätze auch durch Parkdecks erzielen ließen, womit auch bisherige Parkflächen anders genutzt werden könnten.

Zum Abschluss der Veranstaltung verwies Josef Weber darauf, dass es weiter einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Entwicklung des Stadtteils Büchenbach-Nord geben solle. Florian Janik sicherte zu, die Ablehnung der Bebauung des „Wäldchens“ und des Steinforstgrabens in den Stadtrat einzubringen; ein entsprechender Antrag wurde von der SPD-Stadtratsfraktion kurz nach der Veranstaltung in den Stadtrat eingebracht.