Distrikt West: Widerstand gegen geplante Buskürzungen

Der SPD-Distrikt Erlangen-West lehnt die von Oberbürgermeister Balleis initiierten weitreichenden Kürzungsvorschläge beim Busverkehr ab. "Der Stadtwesten ist von den geplanten Kürzungen besonders betroffen", erklärt dazu Philipp Dees, Vorsitzender des Distrikts.

"Offensichtlich ist es dem Oberbürgermeister entgangen, dass in den letzten 6 Jahren fast 2.000 Menschen zusätzlich nach Büchenbach gezogen sind. Schon 1997 haben die Taktverlängerungen tagsüber für Chaos und überfüllte Busse gesorgt. Und auch nach der Rücknahme der Taktverlängerungen sind die Werner-von-Siemens-, die Möhrendorfer, Schallershofer und die Mönaustraße im Berufsverkehr überlastet. Werden jetzt wie geplant diese Kürzungen erneut eingeführt, droht der Verkehr im Stadtwesten zusammenzubrechen."

Auch die geplante Einstellung der Linie 293 in den Abendstunden und am Sonntag stößt im Distrikt auf Ablehnung. "In den Wohngebieten südlich und nördlich des Adenauer Rings leben fast 5000 Menschen, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche", stellt die stellvertretende Vorsitzende Lena Zoglauer fest. "Sollen die alle abends und am Sonntag nicht mehr in die Stadt kommen?"

Der Distrikt wird die geplanten Kürzungen nicht ohne Widerstand hinnehmen. "Niemand ist gegen Optimierungen beim Busverkehr. Insgesamt brauchen wir aber mehr Busse, nicht weniger", sagt Philipp Dees. "Schon einmal, 1997, hat eine von der SPD mit initiierte und von vielen BürgerInnen getragene Initiative dafür gesorgt, dass die Kürzungen zurückgenommen wurden. Auch jetzt haben sich schon viele gefunden, die eine stadtweite Initiative gegen die geplanten Kürzungen unterstützen wollen. Der Oberbuuml;rgermeister und die Stadtratsmehrheit aus CSU und FDP müssen sich also warm anziehen, wenn sie ihrer Kürzungspläne tatsächlich durchziehen wollen."